Paperback Writer

Neues von den Ruhrgebeatles

50 JAHRE ABBEY ROAD

Eigentlich sollte das neue Album zunächst „Everest“ heißen. Weit hergeholt wäre es nicht unbedingt gewesen, denn viele Musikkritiker sehen in dem Album noch heute den Gipfel der Pop Musik, eben das beste Album der Beatles, der populärsten Band der Welt. Aber Paul McCartney verwarf die Idee zum Foto-Shooting nach Nepal zu fliegen. McCartney sagte zum Cover: „Die Kreuzung lag direkt vor der Tür und wir hatten eine Idee. Lasst uns einfach rausgehen, einen Fotografen anrufen und über die Kreuzung laufen. In einer halben Stunde haben wir es hinter uns. Wir hingen im Zeitplan ziemlich hinterher und das Cover muss immer schon vor der Musik fertiggestellt sein, also schnappten wir uns den Fotografen Iain MacMillan, gaben ihm dreißig Minuten Zeit und liefen auf der Kreuzung hin und her.“

Die Aufnahme wurde am 8. August 1969 um 10 Uhr morgens aufgenommen (Abbey Road 3, Ecke Grove End Road). Das „Abbey Road“ Cover genießt genauso wie das von „Stg. Pepper Lonely Hearts Club Band“ bei Musikfreunden in der ganzen Welt einen Kultstatus. Das Album war das letzte, das George Martin mit den Beatles produzierte und es war auch das letzte Album, an dem alle vier Beatles gemeinsam als Gruppe arbeiteten. Das zuvor aufgenommene Album Let It Be wurde nach heftigen bandinternen Streitigkeiten

im März/April 1970 von dem damals sehr gefragten Produzenten Phil Spector fertiggestellt und erschien erst nach der offiziellen Trennung der Beatles. Trotz der immer zahlreicher werdenden persönlichen und geschäftlichen Differenzen, setzte sich aber in der Gruppe der Wille durch, nach der unerfreulichen Arbeit an Let It Be noch ein weiteres gemeinsames Album aufzunehmen. George Martin sagte dazu: „Let It Be ist eine so unglückliche Platte gewesen, dass ich wirklich glaubte, sie markiere das Ende der Beatles. Ich rechnete damit, nie wieder mit ihnen zu arbeiten. „Schade, dass es so enden muss“, dachte ich.

Daher war ich ziemlich überrascht, als Paul mich anrief und fragte: „Wir nehmen eine neue Platte auf, hast du Lust, sie zu produzieren?“ „Nur, wenn ihr mich genauso machen lasst wie früher“, lautete meine spontane Antwort. „Genau das haben wir vor“, sagte er. „John ist auch dabei?“ „Ja, Ehrenwort.“ Es wurde eine sehr schöne Platte. Ich glaube, es lag daran, dass alle der Meinung waren, es würde die letzte sein.“ 50 Jahre hat sich auch der Kult entwickelt, einmal über den berühmtesten Zebrastreifen der Welt zu gehen. Zahlreiche Ruhrgebeatles waren bereits in London und da ist es schon fast Pflicht, einmal über den legendären Zebrastreifen zu laufen.

Mehr über die Ruhrgebeatles unter www.ruhrgebeatles.de Unser nächster Stammtisch findet am 19.12.2019 wie immer in der Ritterburg statt.
Alles Gute, frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in das neue Jahr!

Ihr Norbert Fiedler

 

Beitrag aus dem M.B.M.-Forum

Sabine Kramm:
Zum 9. Treffen der Beatles-Stammtische in Bochum am letzten Oktoberwochenende
Hiermit möchte ich mich noch einmal bei den einzigartigen Ruhrgebeatles ausdrücklich für das perfekt
organisierte Treffen in Bochum bedanken. Es hat einfach alles gestimmt. Dieses Treffen hat einmal mehr
gezeigt: Beatles-Fans sind eine Kraft! Immer noch.
Die von den Ruhrgebeatles liebevoll und professionell montierten Filme haben mir das Herz erwärmt ebenso wie
die toll klingende, stammmtischeigene Akustik-Band Ruhrgeabeatles on guitar mit nicht sooo häufig gehörten
Stücken wie „For No One“ oder auch „Twenty Flight Rock“ mit Dominik Schirmer. Dass Euer vergleichsweise
junger und dynamischer Bürgermeister teilgenommen und uns so herzlich begrüßt hat, war ebenso eine
Bereicherung wie der Bochum-Film. Für mich hat sich die 650-Kilometer-Anreise vollends gelohnt, da ich in so
kurzer Zeit so viele Eindrücke sammeln und Euren Lokalpatriotismus spüren konnte. Es hat sich auch als sehr
praktikabel, entspannend und günstig erwiesen, eine Location zu wählen, in der gleichzeitig die Übernachtung
möglich ist. Besonders habe ich mich gefreut, den jungen Beatles Treff Niederrhein näher kennen zu lernen, da
wir Rücken an Rücken saßen, uns die originell gestalteten Shirts bei der Ausrichtung unseres Blickes zur Bühne
schließlich ins Auge gefallen waren und wir somit ins anregende Gesrpräch gekommen sind. Schön, auch frühere
Reiseteilnehmer der Werner-Fleischer-Touren zu treffen, die Fahrten bleiben unvergesslich.
Die mitreißende junge Band Recartney war einfach nicht zu toppen, wir hatten sie bei unseren füheren
Beatlesfesten in Schwedt auch schon zu Gast. Die Titelauswahl war sehr passend, auch bei den Beatles-Stücken.
Haben wir nicht wieder schön getanzt… Wir sehen uns alle spätestens in Aschersleben! _______________________________________________________________________________________________

 

Artikel aus „bochum macht spaß“

Das war schon ein Hammer was der Bochumer Beatles-Fanclub „Ruhrgebeatles“ am Samstag den 26. Oktober auf die Beine gestellt hat. Aus ganz Deutschland kamen die Beatles-Stammtische nach Bochum und um es vorweg zu nehmen…ALLE fühlten sich pudelwohl. Vor ein paar Jahren wurde der Bochumer The Beatles-Stammtisch von einem kleinen Grüppchen gegründet, daraus gewachsen ist der Mitgliederstärkste Beatles-Stammtisch Deutschlands. Egal ob gemeinsame Konzertbesuche, Fahrten nach London und Liverpool oder die zahlreichen Stammtischabende in der Ritterburg an der Castroper Straße, der Stammtisch leistet allgemein eine super Arbeit und hat vielen Menschen ein zweites zu Hause gegeben. Auch an diesem besagten Samstag haben viele Mitglieder wieder geholfen, um vor allem den auswärtigen Fans Bochum von seiner besten Seite zu präsentieren, denn am Vorabend gab es bereits mit einigen Mitgliedern von anderen Stammtischen, einen Besuch im Starlight Express. Doch der Samstag selbst war nichts anderes als eine perfekte Veranstaltung. Schon im wohlfühlatmosphärigen Empfangsbereich des EBZ liefen Videoclips der Beatles auf einer Großbildleinwand und bis zum Einlass gab es erfrischende Kaltgetränke. Nach einer kurzen Begrüßung durften sich die knapp 200 Besucher an einem reichlichen Büffet erfreuen und danach ging es dann schon fast mit dem musikalischen Teil los. Oberbürgermeister Thomas Eiskirch hielt nach einem tollen Einführungsfilm der Bochum von seiner besten Seite zeigte eine kurze und unterhaltsame Rede, danach starteten auch schon die „Ruhrgebeatles on guitar“, eine Beatles-Coverband die sich aus Mitgliedern des Stammtisches zusammensetzt und einen mehr als ordentlichen Job erledigte. Die Anwesenden applaudierten laut und sichtlich glücklich. Nach weiteren Programmpunkten kam es dann zum Konzert der Beatles-Profi-Coverband „Re-Cartney“, welche europaweit größere Hallen bereist und im Terminkalender eines jeden Beatles-Fans bereits einen festen Platz hat. Die Band sorgte für pure Begeisterung und es dauerte genau einen Song um das Publikum abzuholen. Großes Kino. Um 23:30 Uhr gab es noch einen Mitternachtssnack und die Veranstaltung klang mit entspannten Gesprächen aus. Ein tolles Event und eine tolle Werbung für unsere Stadt! Ein Prost auf die Ruhrgebeatles. Premiere geglückt!

Text: Oliver Bartkowski

Bild: Ruhrgebeatles

 

 

Bochum.

Aus WAZ

Jürgen Boebers-Süßmann

Das deutschlandweite Treffen der Beatles-Stammtische steigt am Wochenende in Bochum. Norbert Fiedler hat das Ganze auf den Weg gebracht.

Wenn es um John, Paul, George und Ringo aus Liverpool geht, ist bei Norbert Fiedler nichts normal. Der Bochumer Junge vom Jahrgang 1949 ist nicht nur Beatles-Fan der ersten Stunde, sondern auch der Vorsitzende und der Motor des „Ruhrgebeatles“-Stammtisch, der sich regelmäßig in der „Ritterburg“ am Ruhrstadion trifft.

„Come Together“

An diesem Wochenende drehen Fiedler und sein Orga-Team allerdings ein noch größeres Rad: Am Samstag, 26. Oktober, steigt das 9. Deutschlandtreffen der Beatles-Stammtische. Erstmals in Bochum.

„Wir sind seit einem Jahr mit den Vorbereitungen zugange“, verrät Fiedler, der über 200 Gäste aus ganz Deutschland erwartet. Kaum zu glauben, wo überall es Beatles-Fanclubs gibt, in Viersen am Niederrhein ebenso wie in Aschersleben (Sachsen). Um alle unter dem Beatles-Motto „Come together“ zusammenzubringen, brauchte es einen richtig großen Saal; mit der Mehrzweckhalle der EBZ Business School im Springorum-Park wurde einer gefunden.

Bochum wird auch vorgestellt

Vier Stunden Programm sollen es wohl werden, vermutet Norbert Fiedler. Mit Live-Musik, unter anderem von den Coverbands „Ruhrgebeatles on Guitar“ und „ReCartney“, mit vielen Gesprächen und Erinnerungen. Und mit einer Hommage an die einzigartige „total verbaute Stadt tief im Westen“: „Natürlich möchten wir uns auch als Bochumer mit unserer Stadt den vielen Gästen angemessen präsentieren“, sagt Fiedler. Da könnte aus dem Abend leicht eine lange Beatles-Nacht werden, denn alle, die kommen, sind „positiv Verrückte“, deren privates Denken und Handeln sich (fast) ausschließlich um die Fab Four dreht.

Erinnerungen an die Blitztournee

Norbert Fiedler sind solche Anwandlungen nicht fremd. Im Keller seines Hauses hat der Bochumer in all den Jahren ein reichhaltiges Beatles-Materiallager angehäuft. Kaum zu glauben, was man da entdecken kann! Biergläser mit den Konterfeis der Liverpooler Jungs fehlen ebenso wenige wie Kaugummi-Papier mit ihren Gesichtern, Autogrammkarten mit Original-Unterschriften, Singles, rare LP-Pressungen, und, und, und.

Seine Familie kann diesen heftigen Beatles-Strudel kaum widerstehen. Ehefrau Britta mahnt zwar gelegentlich „Beat bitte in Maßen!“, hat aber natürlich trotzdem die Namensschildchen für die 220 Gäste des Jahrestreffens fein säuberlich eingetütet. Sohn Glenn

ist der „Statthalter“, wie Papa sagt. Er wird nicht nur Fiedlers Beatles-Fundus erben, sondern ist auch in der besagten „Ruhrgebeatles on Guitar“-Band aktiv.

Neues Projekt in Arbeit

Wenn das Jahrestreffen vorbei ist, ist selbstredend noch lange nicht Schluss „with the Beatles“. Norbert Fiedler hat schon das nächste Projekt in Arbeit: „Ich möchte möglichst viele Leute zur Bravo-Beatles-Blitztournee befragen und deren Erinnerungen dokumentieren.“ Die legendäre Tour fand im Juni 1966 statt, mit Auftritten der Beatles in Essen (Grugahalle), in München und Hamburg. Einen eigenen Rückblick kann Fiedler allerdings nicht beisteuern. „Ich war damals leider nicht mit dabei“, bedauert er.

INFO

Ruhrgebeatles-Stammtisch

Der Bochumer „Ruhrgebeatles“-Stammtisch wurde im Mai 2015 in Leben gerufen, schnell war der Teilnehmerkreis auf 30 Personen angewachsen. Heute sind es 80 Beatles-Fans, die sich regelmäßig treffen. Aktuell herrscht Aufnahme-Stopp; der Verwaltungs- und Betreuungsaufwand ist für die ehrenamtlichen Aktiven jetzt schon enorm.

Alle zwei Monate lassen die „Ruhrgebeatles“ die alten, für die Pop-Geschichte so bedeutenden Zeiten aufleben. Der Stammtisch versteht sich als soziale musikalische Gemeinschaft, man hilft sich gegenseitig und steht zusammen – nicht nur, wenn es um die Musik der Beatles geht.

 

Der nächste Stammtisch der Ruhrgebeatles findet am 19.12.2019 ab 17 Uhr in der Ritterburg statt.

Alles weitere über uns erfahren Sie unter www.ruhrgebeatles.de
Alles Gute und Glück auf!

Ihr Norbert Fiedler

 

 

 

Die RUHRGEBEATLES freuen sich auf ReCartney!

 

 

Paperback Writer

Neues von den Ruhrgebeatles

Auf den Spuren der Beatles

Zum Thema Beatles fanden am 11.5. in Glauchau und 12.5.2019 in Berlin (John
Lennon Gymnasium) zwei Events mit Buch-/Filmpräsentationen, Interviews und
Live-Musik statt.
Als spezielle Gäste für die Treffen waren die Beatles-Experten David Bedford
(aus Liverpool – Autor von 3 Beatles-Büchern, Stephen Kennedy (aus Dublin –
Direktor des Dublin Beatles Festival) und Johnny Hutchinson (Schlagzeuger aus
Liverpool, der Anfang der 60er Jahre bei der lokal bekannten Band The Big Three
gespielt und einige Male bei den Beatles ausgeholfen hat) angekündigt. „Hutch“,
der Mitte 1962 als Nachfolger des damaligen Beatles-Schlagzeugers Pete Best im
Gespräch war, bevor Ringo in die Band geholt wurde, ist leider am 12.04.2019 im
Alter von 78 Jahren verstorben.
David und Stephen (mit Ehefrau) sind über Düsseldorf angereist, um sich vor der
Weiterfahrt nach Glauchau und Berlin in Essen kurz auf den Spuren der Beatles
umzusehen. Die Beatles haben am 25.6.1966 im Rahmen der Bravo-Beatles-
Blitz-Tournee zwei Konzerte in der Gruga-Halle gespielt.
Begleitet wurden die Gäste aus England von fünf Mitgliedern der Beatles
Stammtische aus Hannover und Berlin. Diese haben die Ruhrgebeatles auf eine
Führung vor Ort angesprochen.
Wir haben uns am 9.5. mit 12 Personen vor der Gruga-Halle getroffen.
Vier Ruhrgebeatles von denen zwei, nämlich Bernd Albers und Peter Kasprzyk
Zeitzeugen des Konzertes waren, haben die Gäste im Empfang genommen und sie
begleitet. Natürlich waren die Erinnerungen der beiden Konzertbesucher etwas
Besonderes für unseren Besuch.
Nach der Gruga Besichtigung ging es weiter zur heutigen S-Bahn-Station
Mülheim-West. Auf dem ehemaligen Hbf sind die Beatles 1966 mit ihrem
Sonderzug aus München angekommen, bevor es mit einem Auto-Konvoi
direkt
zur Gruga für zwei Konzerte und eine Pressekonferenz ging.
Mehr als die Gruga-Halle haben auch die Beatles von Essen nicht gesehen, waren
sie doch nur ca. 6 Stunden in der Nachbarstadt, vor der Weiterfahrt nach Hamburg.
6 Stunden waren damals die Beatles vor Ort und fast 4 Stunden unsere Gäste.
Beatles Mania nimmt kein Ende!
Der nächste Stammtisch der Ruhrgebeatles findet am 29.8.2019 ab 17 Uhr wie
immer in der Ritterburg statt. Alles weitere erfahren Sie unter
www.ruhrgebeatles.de
Alles Gute und Glück auf
Ihr Norbert Fiedler

 

Paperback Writer

Neues von den Ruhrgebeatles

The beat goes on!
 
Konzert Manfred Mann’s Earth Band.

Ich habe bereits 1969 ein Konzert von Manfred Mann in Bochum besucht und damals Fotos gemacht. Diese schlummerten fast 50 Jahre in der Schublade.

2018 fiel es mir wieder ein, als ich immer wieder den Namen Klaus Voormann im Zusammenhang mit den Jubiläen der Beatles Alben hörte. Klaus Voormann war 1969 Gitarrist bei Manfred Mann.

Da dachte ich, es wäre an der Zeit, Autogramme auf meine Fotos zu bekommen. Gesagt getan. Klaus Voormann habe ich meine Fotos geschickt und bekam sie unterschrieben zurück!

Und dann das Konzert von Manfred Mann’s Earth Band am 17.03.2019 in Bochum! Nichts wie hin. Natürlich mit Fotos. Das Konzert war toll. Lieder wie Blinded by the light, Davy‘s on the road again und natürlich Mighty Quinn live und mit den tollen Soli von dem 78! jährigen Manfred Mann waren ein Erlebnis!

Als das Konzert vorüber war, stand ich an der Bühne, aber die Band war schon backstage. Nur den Sänger Robert Hart traf ich noch an und bat ihn um Autogramme auf meine alten Fotos. Und tatsächlich, er verschwand mit den Fotos und kam kurze Zeit später mit den gewünschten Autogrammen zurück und dem Gruß von Manfred Mann „Greetings guy, great story!“

Gerd Haumann

Der nächste Stammtisch der Ruhrgebeatles findet am 13.06.2019 ab 17 Uhr in der Ritterburg statt.

Alles weitere über uns erfahren Sie unter www.ruhrgebeatles.de

Alles Gute und Glück auf

Ihr Norbert Fiedler

Timo Gilke 17.05.2019 – 06:00 Uhr

V.l.: Gerd Haumann, Bernd Albers und Frank-Norbert Rüb von den „Ruhrgebeatles“ erinnern sich an die Beatles Konzerte von 1966 und empfingen Gäste aus Deutschland und Europa.
Foto: Vladimir Wegener

WATTENSCHEID/ESSEN. Wattenscheider und Bochumer Mitglieder des Fanclubs „Ruhrgebeatles“ empfangen Fab-Four-Fanatiker aus Europa. Auch in Essen werden Spuren gesucht.
Hysterie, Massenauflauf, Ausnahmezustand, kurz: „Beatlemania“. Die wohl berühmtesten vier Pilzköpfe erreichen mit dem Zug
Mülheim an der Ruhr, fahren in Limousinen weiter zur Essener Grugahalle und spielen zwei Konzerte ihrer „Bravo-Beatles-Blitz-
tournee“. 8000 größtenteils Jugendliche haben eine Karte bekommen, 10000 weitere hoffen vergebens auf Einlass. Innen
richten die Wattenscheider Brüder Bernd und Wolfgang Albers die Kamera auf die Bühne und den legendären Vierer.
Liverpool, Dublin, Berlin, Hannover, Bochum und Wattenscheid: die „Ruhrgebeatles“ Bernd Albers (73), Gerd Haumann (66) und Frank-Norbert Rüb (69) zeigen, dass die „Fab Four“ ihre Fans noch immer zusammenkommen lassen. Eine zwölfköpfige Gruppe mit besonderen Gästen begab sich auf die Spuren der Blitztournee von 1966: Die Bochumer „Ruhrgebeatles“, mit 85 Mitglieder laut eigener Aussage der größte Fanclub Deutschlands, empfingen Vereine aus Berlin und Hannover und zwei Persönlichkeiten der Fan-Szene: David Bedford, Autor des Buches „Liddypool – Birthplace of the Beatles“, und Stephen Kennedy, Direktor des „Dublin Beatles Festival“.

In Mülheim kamen die Pilzköpfe an
Mit den lokalen Fährtensuchern ging es u.a. zum heutigen S-Bahnhof „Mülheim (Ruhr) West“, wo vor fast 53 Jahren der Zug aus München mit dem Liverpooler Quartett Halt machte. Der Waggon, in dem John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr einst saßen, stehe heute in Koblenz, weiß Haumann. Für Albers ist klar: „Da fahren wir auch mal hin.“

                                                                                                            Foto: Haumann

Am heutigen Bahnhof „Mülheim (Ruhr) West“ kamen die Beatles 1966 mit dem Zug aus München an. Die „Edel-Fans“ David Bedford (Autor, links) und Stephen Kennedy (Direktor „Dublin Beatles Festival“) rahmen die Gruppe ein.

Auch das Gelände rund um einen der letzten Auftrittsorte der legendären Band wurde besichtigt, die Grugahalle selbst war nicht zugänglich. Albers, gemeinsam mit „Ruhrgebeatle“ Peter Kasprzyk einer von zwei Zeitzeugen der Konzerte, berichtet in Erinnerungen schwelgend: „Damals war alles von der Polizei abgeschirmt. 15 DM habe ich für meine Karte bezahlt, das Konzert war der ,Durchbruch’ meiner Beatles- Leidenschaft.“
Über den 25-minütigen Film, den er zusammen mit seinem verstorbenen Bruder Wolfgang aufnahm, redete er mit Edel-Fan und Beatle-Historiker Bedford: „Er wollte mit uns Zeitzeugen sprechen und alles wissen. Ich habe ihm erzählt, wie es aussah, wo man die Karten bekommen hat, wie das Konzert war, welche Stimmung herrschte.“
Besonders ist eine Farbaufnahme von „Paperback Writer“ der Gebrüder Albers: Erst zwei Wochen vor den Essener Konzerten (25. Juni 1966) hatten die Beatles das Stück veröffentlicht.

Fotos: Vladimir Wegener

Zu den Auftritten durfte Haumann 1966 nicht: „Ich war 13, meine Eltern haben mich nicht gelassen. Fan wurde ich durch
einen Mitschüler, der ständig die Songs gesungen hat.“ Rübs Leidenschaft schürte der Rummel: „Auf der Kirmes in Solingen habe
ich 1964 Beatles-Lieder gehört. Die haben mich gepackt, nicht mehr losgelassen.“ Gemeinsam sind sie in ihrem Fanclub auf den
Spuren der Beatles und weisen Fab-Four-Fanatikern aus ganz Europa die Wege.

Ein Jahr dabei und mittendrin! Wie ich zu den Ruhrgebeatles kam

Interview: Detlev Grubing
Grafik: Timo Grubing für die Ruhrgebeatles

„Mama, da gibt’s ’ne Musikband, vier Männer, die singen
so hoch wie Frauen ….!”

Als ich „I want to hold your hand“ 1964 im Autoradio der Mutter meines Freundes hörte und dies voller Begeisterung meiner Mutter vorschwärmte, war ich 12 Jahre alt.
Ich hätte nie gedacht, dass mich diese Begeisterung mein Leben lang nicht mehr loslässt und ich heute – mit fast 67 Jahren – noch genauso elektrisiert bin wie damals, wenn ich Beatles-Lieder höre. Im Laufe der Jahre und Jahrzehnte habe ich natürlich noch andere Bands und Musikrichtungen kennen- und schätzen gelernt, vor allem, als ich als Teenager anfing, selbst Gitarrespielen zu lernen und in mehreren Beatbands mitwirkte. An die Faszination und musikalischen Emotionen, die der Mersey-Beat und speziell die Beatles und ihre Musik in mir auslösten und heute noch auslösen, ist aber keine andere Gruppe herangekommen – „Gänsehaut pur“ (Zitat Norbert Fiedler).
Obgleich im Laufe meines Lebens mit Familie und Beruf und auch durch andere musikalische Einflüsse bedingt, wurden die Beatles eine Zeit lang in den Hintergrund gedrängt, waren aber dennoch immer präsent. Dann las ich durch Zufall im Internet, dass es in Bochum einen Beatles-Stammtisch gibt. Ich war sofort Feuer und Flamme. Alle zwei Monate treffen sich da ca. 60-80 Beatles-Verrückte und verbringen den Abend zusammen. Crazy!
Ich erzählte meinem Freund Gerd Haumann davon. Von ihm wusste ich, dass er auch ein alter Beatles-Fan war, aber aus zeitlichen Gründen hatten wir keine Möglichkeit, mal zu diesem Stammtisch der „Ruhrgebeatles“ zu gehen. Mehr als ein Jahr später, nach Eintritt in den Ruhestand, war dann mein erster Gedanke: „Jetzt hast du Zeit, jetzt musst du die Sache angehen.“
Im Oktober 2017 haben wir dann zum ersten Mal den Stammtisch besucht und waren sofort begeistert! Wir wurden toll von Norbert Fiedler und den bunt zusammengewürfelten Ruhrgebeatles aufgenommen. Der Zufall wollte es, dass sogar noch Plätze für die Fahrt nach Liverpool zur Beatles-Week 2018 frei waren. Natürlich haben wir uns sofort angemeldet und das war das Highlight schlechthin: Auf den Spuren der Beatles in Liverpool unterwegs. Wie war das doch gleich? „Gänsehaut pur!“
Im Januar 2018 war dann auch Gerds Freund Rolf nicht mehr zu bremsen. Obgleich eigentlich Queen-Fan (auch nicht schlecht), war er nach der ersten Sitzung bei den Ruhrgebeatles so angetan, dass er gleich Mitglied wurde.
Was uns seit Beginn an beim Stammtisch begeistert, sind das Miteinander in der Gruppe, die zwanglose Atmosphäre und die unterschiedlichsten Leute. Wir fühlen uns jung, was nicht zuletzt damit zu tun hat, dass da viele andere Beatles-Verrückte sitzen, die genauso alt sind wie wir oder sogar älter und wir gemeinsam mit der Musik der Beatles in Erinnerungen an unsere Jugend und alte Zeiten schwelgen.
Norbert Fiedler ist der „Chairman“ der Truppe und managt mit seinem Orgakreis jeden Stammtischabend. Es gibt auch immer Mitglieder, die etwas zum Gelingen des Abends beitragen, sei es ihren persönlichen Beatles- Lieblingssong vortragen oder singen, von anderen Veranstaltungen oder Reisen berichten, Fotos präsentieren, das Beatles-Quiz vorbereiten usw. Auch wir hatten vor versammelter Mannschaft schon die Gelegenheit, Etwas zum Besten zu geben – aufregend, aber herrlich!
Einige Mitglieder wollten ihre Begeisterung für die Beatles weiter ausleben. Sie gründeten gleich eine Band, die „Ruhrgebeatles on Guitar“, die regelmäßig am Stammtisch-Abend und sogar bei anderen Gelegenheiten (z.B. in der Justizvollzugsanstalt Bochum, Kreativ-Rallye, Bermuda-Talk) Konzerte geben.
Obgleich wir mittlerweile – was die Historie der Beatles betrifft – fast Spezialisten sind, gibt es immer noch viel Neues zum dem Thema zu erfahren. Auch das macht die Faszination der Ruhrgebeatles aus. Sie motivieren uns, immer noch tiefer in die Geschichte der Fab Four aus Liverpool einzutauchen und noch mehr Details auszugraben und da zwei Beatles glücklicherweise noch unter den Lebenden weilen und noch immer sehr aktiv sind, wird es auch in Zukunft viel Neues zu erfahren und zu berichten geben, was uns Stoff für viele weitere schöne Stammtischabende liefern wird.
Wir (Detlev, Gerd und Rolf) sind zwar erst etwas über ein Jahr bei den Ruhrgebeatles, waren aber von Anfang an schon mittendrin.
Unsere Erkenntnis:
The Beatles saved the world from boredom. (Zitat George Harrison)

Die Beatles haben die Welt vor der Langeweile bewahrt.

Der nächste Stammtisch der Ruhrgebeatles findet am 11.4.2019 ab 17 Uhr in der Ritterburg statt.

Alles weitere über uns erfahren Sie unter www.ruhrgebeatles.de
Alles Gute und Glück auf!

Ihr Norbert Fiedler

22. Stammtisch – While My Guitar Gently Weeps

War es eine Überraschung oder nicht? Das fragten sich viele Stammtisch-Teilnehmer am vorweihnachtlichen Ruhrgebeatles-Treffen. Alle Mitglieder hatten im Vorfeld eine Songauswahl bekommen und konnten ihre fünf Lieblingslieder auswählen und für diese abstimmen. Die Ruhrgebeatles On Guitar hatten sich speziell auf dieses Wunschkonzert vorbereitet. Weiterlesen