PAPERBACK WRITER – NEUES VON DEN RUHRGEBEATLES

Ruhrgebeatles treffen Freda Kelly & Pattie Boyd auf der Beatle Week

August 2018. Endlich ist wieder die International Beatle Week in Liverpool und wir, 18 Mitglieder unserer Ruhrgebeatles, sind mittendrin auf dem Festival für Beatles-Fans aus der ganzen Welt. Bereits zum dritten Mal wurde Alles perfekt organisiert und so wurden die fünf Tage am Mersey River wieder zu einem unvergesslichen Erlebnis für die Truppe aus Bochum. Pattie Boyd, die erste Frau von George Harrison und in zweiter Ehe mit Eric Clapton verheiratet, nahm sich die Zeit, um mit uns, natürlich vor allem über George Harrison zu reden. Der stille Beatle George und das schöne Modell Pattie hatten sich bei den Dreharbeiten zum ersten Beatles Film „Yeah, Yeah, Yeah“ kennengelernt und heirateten 1966. Freda Kelly, die Sekretärin und Fanclub-Beauftragte der Beatles, mit der wir uns speziell verabredet hatten, nahm sich viel Zeit, um sich mit uns, den deutschen Beatles-Fans, auszutauschen. Sie bedankte sich im Speziellen für ein ausgefallenes, selbstgemachtes Geschenk von unserem Stammtisch-Mitglied Gerd Klüner, welches wir im letzten Jahr leider nicht persönlich überreichen konnten, da Freda wegen einer Krankheit nicht zur Beatle Week kommen konnte. Verraten kann man, dass es mittlerweile täglich von ihr genutzt wird. Anfang der 1960er Jahre arbeitete Freda Kelly als Schreibkraft in Liverpool. Im Cavern Club sah sie die meisten Auftritte der Beatles. Als Brian Epstein Anfang 1962 das Management der Beatles übernahm, fragte er Kelly, ob sie als seine Sekretärin arbeiten wolle. Gegen den Rat ihres Vaters nahm sie den Job jedoch an. Zu dieser Zeit war sie 17 Jahre alt. Ihre Hauptaufgabe war die Bearbeitung der Fanpost und die Herausgabe eines Fanmagazins. Nach Epsteins Tod 1967 arbeitete Kelly weiterhin für die Beatles. Sie heiratete und wurde Mutter, doch offiziell endete ihre Arbeit für die Gruppe erst 1972.

Dennoch beantwortete sie weitere drei Jahre lang die Fanpost. Auf unsere Frage, wen sie denn von den Beatles besonders mochte, lächelte sie verschmitzt und antwortete: „Alle Vier!“ Vermutlich sieht man auf der Beatle Week auch deshalb erstaunlich viele junge Menschen, weil die Beatles einfach etwas Besonderes geschaffen haben und die Faszination bis heute noch immer anhält. Wenn der Autor dieses Artikels sich diese Tatsache vor Augen führt, dann denkt er an die Worte seines Vaters, welcher damals in den 60er Jahren, zur Beatles Zeit, einmal sagte: „In ein paar Jahren wird dieser Spuk vorbei sein und von den Beatles wird niemand mehr sprechen.“ Mein lieber Vater, es ist zum Glück anders gekommen als von dir prophezeit!

Unser nächster Stammtisch findet am 18.10.2018 in der Ritterburg statt.

PAPERBACK WRITER – NEUES VON DEN RUHRGEBEATLES

Beatles (-Musik) hinter Gittern in der Bochumer Justizvollzugsanstalt

Es ist Dezember 2017 und es findet der Weihnachtsstammtisch der Ruhrgebeatles-Gemeinschaft statt. Bernd Albers, von Beginn an ein Mitglied des Stammtisches, hält einen Vortrag und zum Schluss seiner Ausführungen berichtet er von einem Auftritt einer türkischen Rock Band in der JVA.

Vorsichtig stellt er im Anschluss die Frage, ob sich so etwas auch die Ruhrbeatles On Guitar vorstellen könnten. Bei der darauffolgenden Bandprobe im Januar 2018 wurde das Thema von der Band aufgegriffen und alle vier Musiker sagten nach kurzer Diskussion einen Auftritt in der Bochumer JVA zu. Wir nahmen Kontakt mit den verantwortlichen Mitarbeitern der JVA auf und verabredeten uns zu einem persönlichen Gespräch. Bei dem ersten Treffen wurden alle Details besprochen und der Termin des Auftritts im Mai 2018 stand schnell fest. Am 03.05.2018 war es dann endlich so weit. Alles war soweit vorbereitet, dass es nicht nur von Seiten der JVA, sondern auch von Seiten der Band zu einem besonderen Abend für alle Beteiligten werden konnte. Als Gäste der Veranstaltung waren auch einige unserer Stammtischmitglieder in der JVA mit dabei. Der Ablauf wurde akribisch von der JVA begleitet, damit auch unsere Gäste sich in der Krümmede wohlfühlen konnten, soweit dies möglich war. Kurz vor 17 Uhr kamen aus den verschiedenen Blöcken der JVA interessierte Häftlinge und nahmen in den Stuhlreihen ihren Platz ein.

Nach einer kurzen Begrüßung begann dann auch schon das Konzert. Das erste Lied passte exakt zum Wetter an diesem Tag: „ Here Comes The Sun“ von den Beatles. Nach den ersten zwei Songs verflog eine gewisse Angespanntheit der Band, die nicht zu verleugnen war und unsere Jungs spielten das vorbereitete Programm mit einer Spielzeit von 90 Minuten locker ab. Sie spielten eine bunte Songmischung u.a. mit San Francisco von Scott McKenzie, Mr. Tambourine Man von den Byrds bzw. Bob Dylan über I`m A Looser und Nowhwere Man von den Beatles bis zum Mitsinger Country Roads von John Denver. Eine Zwischenfrage aus Reihen des Publikums sorgte für eine gewisse Erheiterung: „Spielen die nur englischsprachige Titel? Helene Fischer wäre doch auch nicht schlecht!“ Da unsere Band vorwiegend Songs der 50er & 60er Jahre spielt, konnten wir leider nicht mit Helene dienen, aber über Rattles, Kinks, Buddy Holly, Travelling Willburys und Rolling Stones war sicherlich für viele der Besucher etwas dabei. Mit der Route 66 beendeten die Ruhrgebeatles On Guitar schließlich dieses für alle Beteiligten einmalige Konzert und Erlebnis. An dieser Stelle an alle die, die mitgewirkt haben, ein ganz herzliches Dankeschön.

Herzlichst, Ihr Norbert Fiedler

Unser nächster Stammtisch findet am 16.8.2018 in der Ritterburg statt.

Paperback Writer – Neues von den Ruhrgebeatles

Ohne Orga-Kreis kein Stammtisch

19.4.2018 – der 18. Stammtisch ist zu Ende. Die Ruhrge- beatles On Guitar haben ihre „neuen Songs“ gespielt. Im Mittelpunkt stand dabei unsere dritte Fahrt nach Liverpool zur International Beatles Week Ende August. Christa Jacobi, unsere Reiseleitung in Liverpool, machte allen Teilnehmern schon einmal den Mund wässrig. Besondere Tage in der Stadt der Beatles erwarten uns!

Aber wie entsteht eigentlich so ein Stammtischabend?

Dazu gibt es den „Orga-Kreis“. Direkt nach jedem Stamm-tisch trifft sich das Team und reflektiert die letzte Veranstal- tung, diskutiert und plant die nächsten Themen für das kommende Treffen. Der Orga-Kreis besteht aus sechs Personen. Namentlich sind das Günter Hofmann, Peter Kasprzyk, Gerd

Klüner, Dieter Peter, Frank-Norbert Rüb und der Autor die- ser Kolumne. Schnell sind die Themen, Hinweise und Vorschläge auf dem Tisch. Bei einer leckeren Pizza bei unserem Stammitaliener ist das Alles dann auch gar nicht so schwer. Nach gut drei Stunden steht dann auch meist das Programm für das nächste Treffen fest. Kurz vor Toreschluss wird dann Alles am PC aufbereitet. Dafür ist unsere Bandmitglied Glenn Fiedler zuständig. Kurzer Ausblick gefällig? Unser Gast-Star des nächsten Stammtisches wird Johnny Silver sein, der kürzlich erst mit einem Award für den besten Cover Künstler bzw. das beste John Lennon Double ausgezeichnet wurde.

Alles Gute und Glück auf! Ihr Norbert Fiedler

Dominik Schirmer: Prominenter Gast beim 17. Stammtisch

Dominik Schirmer wurde am Artez-Jazzkonservatorium in Enschede/Niederlanden in Jazz-Piano und Popularmusik ausgebildet und studierte Songwriting und Komposition am Liverpool Institute for Performing Arts (LIPA) bei Sir Paul McCartney, Tracy Chapman und Paul Mitchell-Davidson, wo er mit einem 1st Class BA with honours graduierte. Er ist Träger des “Greenberg Awards for Expertise in Jazz”. 2008 kehrte der gebürtige Hagener an das Hochschulinstitut zurück und übernahm den Lehrauftrag für Komposition und Songwriting seines ehemaligen Professors Paul Mitchell-Davidson. Dort leitete Schirmer über 5 Jahre die Kompositionsabteilung und arbeitete an der Seite von Eddie Lundon und Sir Paul McCartney.

Dominik Schirmer ist Mitglied der “British Higher Education Academy”. Seit 2014 lebt Schirmer wieder in Deutschland, wo er auftritt, komponiert, musikpädagogisch berät und als Privatdozent unterrichtet. Nun war er bei uns und begeisterte durch seine eigene Art, die Songs der Beatles zu interpretieren. Dieser äußerst sympathische Vollblutmusiker, der seine Eigenkompositionen, genau wie Paul McCartney, an fast allen Instrumenten selbst einspielt und so sehr an den jungen Paul erinnert. Besonders seine Balladen aus seinen mittlerweile drei Alben, faszinierten die Mitglieder und Gäste unseres Beatles-Stammtisches. Wenn Dominik dann von „seinem Liverpool„ singt und erzählt, dann kommt nicht nur bei ihm ein wenig Fernweh auf, denn dort hat er lange gelebt, studiert, komponiert und musiziert. Die Ruhrgebeatles können das alles sehr gut nachvollziehen, denn bald sind wir wieder mit unserem Stammtisch zur Beatles Week in Liverpool zu Gast. 2016 war Dominik Schirmer zum ersten Mal bei uns, jetzt im Februar 2018 zum zweiten Mal und er hat uns versprochen, da ja bekanntlich aller guten Dinge drei sind, gerne noch einmal wiederzukommen. Also freuen wir uns jetzt schon auf 2020!

Zum Schluss des Abends hat sich Dominik Schirmer natürlich auch in unser Gästebuch eingetragen. Er drückt mit seinen Worten das aus, was auch wir an Herzlichkeit von ihm musikalisch und persönlich bekommen haben: „Immer wieder eine große Ehre, Paul könnte auch kein besseres Publikum haben“. Unvergesslich war auch der Ruhrgebeatles Backgroundchor bei „Nowhere Man“. Vielen Dank sagen natürlich auch alle Ruhrgebeatles für diesen wirklich unvergesslichen Abend.

Nachster Stammtisch:

Unser nächster Stammtisch findet am 19.4.2018 statt. Mehr finden Sie unter www.ruhrgebeatles.de und auf Facebook. An diesem Abend wird u.a. unsere „eigene Band“ die Ruhrgebeatles On Guitar alle Mitglieder und Gäste unterhalten.

Bochumer Kreativ Rallye – Ruhrgebeatles und 4BoysNamed Sue in der Riff Bermudahalle

Die 2. Bochumer Kreativ Rallye war ein großer Erfolg, alle Veranstaltungen waren bereits nach 48 Stunden ausgebucht und somit war die Vorfreude der Besucher entsprechend groß. Dies machte
sich gleich am Eröffnungsabend bemerkbar. An einem kalten Samstagabend wurden alle Besucher in der Riff Bermudahalle mit einer heißen Gratis-Currywurst empfangen. Prächtige Stimmung
herrschte bereits bei den Ruhrgebeatles, einer mit vier Akustik-Gitarren „bewaffneten“ Kapelle, die mit wunderbaren Interpretationen von Beatles-Klassikern das Publikum restlos begeisterte.
So kam, was kommen musste, die Ruhrgebeatles wurden unter lautem Applaus aufgefordert Zugaben zu spielen. Die vier Herren ließen sich nicht lange bitten und unter frenetischem Jubel wurden die Gitarren um 20:05 Uhr zur Umbaupause an die Seite gestellt. Die Stimmung wurde immer besser und die Vorfreude auf das Konzert von Thomas „Johnny Cash“ Anzenhofer war riesig. Unter lautem Jubel betraten 4BoysNamedSue die Bühne und es folgte ein Feuerwerk aus Johnny Cash und anderen Country-Klassikern. Ein Highlight war sicherlich die wunderbare Coverversion von Depeche Mode‘s „Personal Jesus“. Die Band hatte zu jeder Zeit Alles im Griff und der sehr gute Sound trug zu einem gelungenen Konzert maßgeblich bei. Um 22:05 Uhr ging
ein fantastisches Konzert zu Ende und ein zufriedenes Publikum nach Hause.

Interview mit Johnny Silver

Für Tausende von Beatles-Fans weltweit ist Johnny Silver das John Lennon Double schlechthin. Er ist Star der Liverpooler Beatles Week, die jedes Jahr Heerscharen von Fans anzieht. Doch Silver covert nicht nur Songs der Beatles oder Solosongs von John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr, er setzt bei seinen Interpretationen eigene Akzente und ist ein Meister an der Gitarre.

Im Rahmen der Bochumer Kreativ Rallye gab Johnny Silver ein ausführliches Interview über seine Musik. Das komplette Interviwe ist in der Aktuellen ausgabe von Bochum macht Spaß zu finden.

Außerdem dürfen wir Jhonny Silver zum Ruhrgebealtes Stammtisch am 14.062018 bei uns in Bochum begrüßen.

Wegbegleiter von Paul McCartney zu Gast beim Stammtisch

Dominik Schirmer singt und erzählt beim Ruhrgebeatles-Stammtisch. Er ist Absolvent und Dozent der Liverpooler McCartney-Akademie.

Für sie hat wohl jede Woche acht Tage, und ist jede Nacht die nach einem harten Tag. Die Ruhrgebeatles leben in der Welt der Beatles, denken darin und nur daran. Eben „Eight days a week“, und „A hard day’s night“.Wenn dann noch jemand kommt, der persönlich mit Sir Paul McCartney zu tun hatte, bleibt kein Plätzchen frei beim Stammtisch in der Ritterburg neben dem Stadion.

Dabei ist der Gast des Abends 1976 in Hagen geboren. Und in Liverpool waren viele der inzwischen schon 70 Ruhrgebeatles schließlich auch schon – sogar mehrfach. Aber Dominik Schirmer, zum zweiten Male hier, war mit 35 Jahren jüngster und gleichzeitig erster ausländischer Dozent der „Lipa“, des Liverpool Institute for Performing Arts, der Universität für Darstellende Künste, die ins Leben gerufen wurde von eben Paul McCartney. Auf einen Bittbrief hin, und unter anderem von der Queen gesponsert mit 300 Pfund.

 

Alle kennen den Text

Der Mann an Mikro und Gitarre trifft den Nerv der Fans in Bochum. Angekündigt war er als „Wegbegleiter McCartneys“. Er unterbricht die bunte Schilderung: „Wir singen erst mal einen“. Alle kennen den Text, natürlich, „Eight days“.

 

„Immer noch total surreal“, kommentiert Schirmer lächelnd und kopfschüttelnd dann das Foto, auf dem McCartney ihm die Hand schüttelt. Geträumt hatte er von der Lipa schon lange, hat sich das Gitarre und Klavier spielen selbst beigebracht, ging ins holländische Enschede, um Jazzklavier zu studieren.

8000 Bewerber auf 30 Plätze

Auf 30 Plätze an der Liverpooler Akademie kamen damals, 1996, „ungefähr 8000 Bewerber“, darunter eben er. 2001 fand er Aufnahme, verlegte sich auf Komposition. Und wurde zum Einzelunterricht in Songwriting und Improvisation vorgeschlagen, bei „Paule“, wie er ausnahmsweise sagt. Graduierte 2008, Fotos von der Urkunde und der Feier in der Robe und mit Mütze werden an die Wand projiziert. McCartney lasse es sich nicht entgehen, jedes Jahr zu kommen, erklärt Schirmer.

Auf Kreuzfahrtschiffen unterwegs

Einen Song aus dem Unterricht kündigt er breit lächelnd an, er heißt „Too sad to cry“ und stammt aus seiner Feder. 2008 hat er seine erste CD vorgestellt, „A day in the top of the tree“. Streift kurz seine weitere Geschichte und Entwicklung, ganz kurz, völlig uneitel. War auf Kreuzfahrtschiffen unterwegs, hat Filmmusiken gemacht, drei Alben inzwischen.

Alle singen mit bei „All my loving“

Er muss sich nicht anstrengen, um an diesem Abend immer wieder auf den Nerv und den Takt der Ruhrgebeatles zurückzukommen. Erzählt „In Liverpool ist immer irgendwie ‘was los, ist immer Musik, die Beatles mussten einfach daher kommen“. Die Fangemeinde applaudiert, singt wieder mit, alle, diesmal „All my loving“.

Diesmal hat Schirmer allerdings noch eine Spezialität zu bieten. Vor der Pause und dem Beatles-Quiz hebt er seinen „Partner“ auf einen Stuhl am Mikro. Begeisterter Applaus und „Zugabe“-Rufe sind sicher, als er mit Stiefsöhnchen Michel (3) „Yellow submarine“ singt.

 

https://www.waz.de/staedte/bochum/nord/wegbegleiter-von-paul-mccartney-zu-gast-beim-stammtisch-id213476193.html

Neues von den Ruhrgebeatles

Wunschkonzert der Ruhrgebeatles On Guitar

Was war das wieder einmal für ein gelungener Abend. Der mittlerweile 16. Stammtisch unserer Ruhrgebeatles stand ganz im Zeichen eines Wunschkonzertes „unserer Band“. Seit einem Jahr gibt es nun schon die „Ruhrgebeatles On Guitar“ und zu Ihrem Repertoire gehören mittlerweile fast 100 Songs. Das kann sich nicht nur sehen, sondern auch hören lassen. Was haben die Mitglieder der Band an Zeit investiert, um in so kurzer Zeit so weit zu kommen. Da wurde geprobt, bis die Finger weh taten, da wurde Griff um Griff einstudiert, Akkord um Akkord, Texte, Nuancen, Details usw. Ich persönlich durfte das Wachsen dieses Projektes stets persönlich miterleben, denn die Proben fanden alle im hauseigenen Keller statt. Zum ersten Mal konnte ich verstehen, was es bedeutet, in einer solchen Form oder besser gesagt, Formation zu musizieren. Dass man die nötige Begeisterung für die Musik mitbringen muss, das ist sicherlich schon fast selbstverständlich, dass man ein gewisses Talent haben sollte, das war mir bewusst und dass es menschlich in der Gruppe stimmen sollte, auch das lag auf der Hand.

Schnell wurde deutlich, dass sich jeder der Musiker einzelne Aufgabenbereiche suchen musste, die es galt anzugehen. Dass sich im Laufe der Proben unterschiedlichste Stärken auf Instrumenten und im Gesang entwickelten, stellte sich sehr bald heraus. An dieser Stelle könnte ich Beispiel um Beispiel geben, aber das würde zu einem fast endlosen Bericht über die vielen Baustellen eines solchen Projektes führen. Zum ersten Mal hatte ich verstanden, welche Fülle an Aufgaben die Bandmitglieder angenommen hatten und was es bedeutet, eine Idee mit Leben und Strukturen zu füllen. Zurück aber zum 16. Stammtisch.

50 Songs hatte die Band den Mitgliedern unserer musikalischen Gemeinschaft vorgeschlagen. Jedes Mitglied konnte sich „seine 3 Lieblingssongs“ wünschen und dafür abstimmen. So ergaben sich die Top 15 Titel der Ruhrgebeatles. Einige Songs gefällig? I Should Have No Better – I‘m A Loser – Girl – Norwegian Wood –You‘ve Got To Hide Your Love Away – Hey Jude – Let It Be. Aber nicht nur Beatles Songs standen auf dem Programm. Hier noch ein paar weitere Beispiele:Who‘ll Stop The Rain – Wonderful Tonight – As Tears Go By – Teenager In Love- Mr. Tambourine
Man.

Letztendlich hier die Top 3 des Wunschkonzertes: 3. Platz: In My Life (Beatles) 2. Platz: Stand By Me (John Lennon) 1. Platz: Ferry Cross The Mersey (Garry and The Pacemakers)

Mit der Nummer Eins schließt sich dann auch wieder ein Kreis, der im August 2016 in Liverpool seinen Ursprung hatte, denn dort, an einem herrlich sonnigen Tag, direkt am Mersey, entstand die Idee eine Band zu gründen. Unser nächster Stammtisch, zu dem wir einen besonderen Gast begrüßen dürfen, findet am 15.2.2018 wie immer in der Ritterburg direkt neben dem Vonovia Ruhrstadion statt. Mehr über uns finden Sie unter www.ruhrgebeatles.de und
natürlich auch bei Facebook.

Ruhrgebeatles gründen Band aus dem Stammtisch

Die Idee entstand während einer Reise auf den Spuren der legendären Pilzköpfe in Liverpool. Geprobt wird in einem Keller in Stiepel.

„Norwegian Woods“ von den Beatles klingt aus dem Keller der Fiedlers bis hoch in die Küche. Gespielt wird das Stück von Hannes Fändrich, Jochen Schneider, Engelbert Peternelly und Glenn Fiedler an der Gitarre. Sie nennen sich die „Ruhrgebeatles on Guitar“ und haben aus dem Stammtisch Ruhrgebeatles heraus die Band vor circa einem Jahr gegründet.

Im August am Mersey River

„Die Idee zu einer Band kam mir in Liverpool an einem wunderschönen Augusttag“, erklärt Norbert Fiedler. Er ist zwar nicht Teil der Band, dafür aber sein Sohn Glenn. „Ich saß am Mersey River und hörte just in dem Moment ,Ferry cross the Mersey’ von Gerry and The Pacemakers. Danach wollte ich unbedingt eine Band gründen“, erzählt Norbert Fiedler weiter.

Er und Jochen Schneider waren zu der Zeit in Liverpool auf der Beatles Week. In dieser Woche werden Konzerte an einer Adresse in der Stadt gegeben, wo sich John Lennon und Paul McCartney zum ersten Mal trafen. „Jeder Beatles-Fan muss mal dort gewesen sein“, erzählt Jochen Schneider. „Ich war insgesamt schon sechs Mal auf der Beatles-Week.“

Stammtisch trifft sich in der „Ritterburg“

Die vier Bandmitglieder waren vorher schon Teil des Stammtisches „Ruhrgebeatles“. Alle zwei Monate trifft sich dieser Stammtisch in der „Ritterburg“ an der Castroper Straße in Grumme. „Wir sitzen aber nicht nur zusammen beim Bier und quatschen, wie man sich so einen Stammtisch vorstellt“, erzählt Norbert Fiedler. Es wird ein Beatles-Quiz veranstaltet. Reden werden gehalten, und alle vier Monate treten die „Ruhrgebeatles on Guitar“ auf.

Norbert Fiedler schrieb eine E-Mail an alle Mitglieder und so fanden sich die vier Musiker für die Band. „Wir versuchen, einmal pro Woche zu proben, besonders vor Auftritten“, erzählt Glenn. Die Band hatte schon vier Auftritte, einen davon im Kunstmuseum Bochum. Der nächste Auftritt folgt am 14. Dezember. An diesem Tag ist der Weihnachtsstammtisch und die Band spielt extra für die Stammtischmitglieder deren 15 Lieblingslieder der Beatles Zuvor wurden 50 Songs vorgeschlagen und alle Stammtisch-Mitglieder konnten abstimmen.

Wunschkonzert geplant

„Wir möchten ein Wunschkonzert für alle veranstalten. Wir sind ja durch unseren Stammtisch entstanden“, betont Glenn Fiedler. Die Mitglieder spielen alle Gitarre, Hannes, Jochen und Engelbert singen. Die Band beherrscht 80 Lieder der Beatles, 50 davon sind bühnenreif. Momentan wird im Keller der Fiedlers in Stiepel geprobt. Den Keller nennen sie liebevoll „Cavern Club“, da die Beatles in diesem Club in Liverpool 292 Mal aufgetreten sind.

In seinem Keller hat Norbert Fiedler ein eigenes kleines Museum mit 5000 Beatles-Artikeln aufgebaut. Doch der Raum ist zum Proben zu klein. „Momentan geht es noch, aber mit der ganzen Technik ist hier zu wenig Platz. Deshalb suchen wir einen Proberaum in Bochum“, erzählt Norbert Fiedler. „Der Vermieter würde bestimmt ein Konzert umsonst besuchen können“, lacht er.

Jana Freund: https://www.waz.de/staedte/bochum/ruhrgebeatles-gruenden-band-aus-dem-stammtisch-id212576175.html